Reise blog von Travellerspoint

Cordillera Real Trek / Huayna Potosi

La Paz - Alca Cota - Juri Cota - Chiar Cota - Moria Lloco - Campo Base - Campo Alto - Gewitter auf 5850 Meter - La Paz

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In La Paz entschieden wir uns erneut einen hohen Vulkan zu besteigen, den Huayna Potosi (6088 Meter). Um uns zu akklimatisieren wollten wir den Berg in einem fünftägigen Trek durch die Cordillera Real zu Fuss erreichen. Und so ging es dann vor einer Woche los wiederum mit drei Eseln fürs Gepäck, einem Eseltreiber und unserem Guide Angel. Die Wanderung führte uns jeden Tag über einen 5000er Pass und vorbei an wunderschönen Gletscherlandschaften. Übernachtet haben wir immer über 4700 Meter und meist an einem Gletschersee. Von den höher gelegenen Orten konnten wir immer unter dem wirklich sehr blauen Himmel den Titicacasee und oft auch unser Ziel den Huayna Potosi betrachten. Der Weg führte uns unter anderem am Condoriri vorbei auf den wir vom höchsten Punkt unseres Treks (5385 Meter) dem Pico Austria eine wunderschöne Aussicht hatten.

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Die Berge hier sind relativ spärlich bewachsen, dafür aber voller Llamas und Alpacas die zum Teil ziemlich drollig aussehen.

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Am zweiten Tag beobachteten wir wie die Besitzer eines ihrer Llamas schlachten mussten, da es einen Fuss gebrochen hatte. Sie liessen die Eingeweide liegen, so dass wir am nächsten Morgen beim Aufstieg zu unserem nächsten Pass die vom Aas angelockten Kondore aus nächster Nähe betrachten konnten.

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A high praise goes to our trekking guide Angel Rafael Vargas Vino ( Cell: (591) - 75805400 - 71266555, tourguidebolivia@hotmail.com) who was very knowledgeable, friendly and, not unimportantly, an excellent cook. We can recommend him to anyone wanting to do trekking in Bolivia.

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Während der ganzen Woche waren wir wiederum ziemlich weit weg von jeglicher Zivilisation und entsprechendem Komfort. Wir nutzten die Möglichkeiten die uns zur Verfügung standen um ein wenig Hygiene aufrecht zu erhalten. Hierbei sei gesagt, dass die Gletscherseen wirklich sehr kalt sind.

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Am fünften Tag erreichten wir dann unser Ziel das Base Camp für den Aufstieg auf den erloschenen Vulkan Huayna Potosi wo wir übernachteten. Am nächsten Tag traf unser Bergführer ein mit dem wir auf das Campo Alto (5130 Meter) aufstiegen. Den Vulkan hatten wir wie schon erwähnt die ganze Woche über immer wieder meist wolkenlos bewundern können. Die Bilder stammen von der Nordseite, der Aufstieg findet jedoch an der Südseite statt.

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Um fünf Uhr abends gab es Abendessen danach gingen alle potentiellen Vulkanbezwinger zu Bett um nach einer kurzen Nacht um zwei Uhr früh den Aufstieg zu beginnen. Als wir starteten hatten wir einen sternenklaren Himmel, nur in der Ferne Richtung Amazonasbecken war wie schon in den Nächten zuvor Wetterleuchten zu beobachten. Der Aufstieg gestaltete sich einfach, wir meisterten sogar eine tiefe Gletscherspalte die man mit dem Eispickel zu durchklettern hatte ohne grössere Probleme. Auf ziemlich genau 5850 Meter jedoch befiel mich wie schon auf dem Cotopaxi wiederum die Höhenkrankheit. Irgendwie scheint sich auf dieser Höhe meine persönliche unsichtbare Leistungsgrenze zu befinden. Ich fühlte mich plötzlich kraftlos, hatte rasende Kopfschmerzen und mochte mich nur noch hinlegen. So entschieden wir uns relativ kurz vor dem Ziel für den Abstieg. Indessen hatte sich das Wetterleuchten ziemlich genau über uns bewegt. Auch unseren Bergführer packte zwischenzeitlich die Angst. Nach jedem Blitz in der Nähe gab er das Kommando uns zu Boden zu werfen. Man konnte die Elektrizität in der Luft förmlich spüren. Den Abstieg bewältigten wir in sehr kurzer Zeit mit Anna an vorderster Frong die den Bergführer und mich am Seil mehr oder weniger rennend nach zu Tal schleifte. Aufgrund des heftigen Gewitters kehrten auch die anderen Gruppen vor und hinter uns vor dem Gipfel um. Da wir kurz nach dem Sonnenaufgang wieder zurück im Campo Alto waren ist diese Bild am Anfang des Aufstiegs das einzige unseres Abenteuers. Auf jeden Fall ist dies wohl unser letzter Versuch einen höheren Berg zu besteigen. Das Wetter und die Höhe scheinen uns nicht geneigt.

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Eingestellt von anico 02.10.2010 16:25 Archiviert in Bolivien

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